Almir Mavignier

  • Geboren 1925 in Rio de Janeiro, Brasilien

Geometrische Abstraktion, Op-Art und Grafikdesign sind die Felder, die der brasilianische Künstler Almir da Silva Mavignier bespielt. Nachdem er 1946 bei dem aus Ungarn stammenden Maler Árpád Szenès (1897–1985) studiert hatte, schuf Mavignier 1949 seine ersten abstrakten Gemälde. 1951 wurde sein Werk in einer Einzelausstellung im Museu de Arte Moderna de São Paulo präsentiert. 

Anschließend wandte Mavignier sich der konkreten Kunst zu. Von 1953 bis 1958 studierte er an der Ulmer Hochschule für Gestaltung bei Josef Albers, Max Bense und Max Bill. 1954 entstanden seine Punktrasterbilder, die optisch zu vibrieren scheinen und ihm zum Durchbruch verhalfen. 

1958 lebte er in Paris und schloss sich der radikalen Künstlergruppe ZERO an, die sich zugunsten ephemerer Spektakel und unkonventioneller Materialien von Farbe und Expressivität lossagte. 1961 organisierte Mavignier zusammen mit dem Kunsthistoriker Marko Meštrović und Božo Bek, dem Direktor des Museums für Zeitgenössische Kunst, in Zagreb die Ausstellung Nove Tendencije – die erste Ausstellung postinformeller Kunst in Jugoslawien. 

Werke Mavigniers waren auf der Biennale von Venedig (1964), auf der documenta 3 (1964) und 4 (1968) und 1965 im Rahmen der Ausstellung The Responsive Eye zu sehen, die das Museum of Modern Art in New York zur kinetischen Kunst und Op-Art präsentierte. Von 1965 bis 1990 lehrte er an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.

Werke von Almir Mavignier in der Ausstellung