Alina Szapocznikow

  • Geboren 1926 in Kalisz, Polen
  • Gestorben 1973 in Praz-Coutant, Frankreich

Die Bildhauerin Alina Szapocznikow erklärte einmal, sie suche „nach Form, nach dem bestmöglichen Ausdruck von Sinnlichkeit oder dramatischer Qualität“. 

Im Zweiten Weltkrieg war sie mehrere Jahre in Ghettos und Konzentrationslagern interniert; 1945 zog sie nach Prag, um ein Kunststudium zu beginnen. Von 1946 bis 1948 nahm sie Unterricht bei Otkar Velímsky, anschließend studierte sie an der Hochschule für Kunstgewerbe in Prag bei Josef Wagner. 

Von 1948 bis 1951 besuchte sie die École des Beaux-Arts in Paris. Anschließend kehrte sie nach Polen zurück, stürzte sich in die Arbeit und nahm an mehreren Wettbewerben zur Gestaltung öffentlicher Denkmäler teil. Szapocznikow arbeitete mit vielen traditionellen Medien, doch bekannt wurde sie durch die zukunftsweisende Verwendung von Polyester und Polyurethan. 

Ihre Internierung während des Krieges und ihre chronische Krankheit beeinflussten ihren künstlerischen Ansatz; ihre Skulpturen lassen an Surrealismus, Nouveau Réalisme und Pop-Art denken. 

Unablässig erforschte Szapocznikow den menschlichen Körper (vor allem ihren eigenen), beschäftigte sich mit seiner Vergänglichkeit und Fragilität, indem sie ihn abformte, fragmentierte, neu zusammensetzte und transformierte. 

Das Ausgangsmaterial für ihre Werke waren Abgüsse realer Körper (häufig ihres eigenen Körpers), die sie in nahezu abstrakte Skulpturen verwandelte, indem sie die Einzelteile (Gliedmaßen, Lippen, Brüste usw.) aus ihrem Kontext riss und neu arrangierte. Szapocznikow war 1962 auf der Biennale von Venedig vertreten und ließ sich ein Jahr später wieder in Paris nieder.

Werke von Alina Szapocznikow in der Ausstellung