Alice Neel

  • Geboren 1900 in Merion Square, Philadelphia, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 1984 in New York, New York, Vereinigte Staaten

Alice Neel ist vor allem für ihre schonungslosen, oft auch provokanten Porträts bekannt. Nachdem sie von 1918 bis 1921 als Sekretärin gearbeitet und in dieser Zeit Abendkurse an der School of Industrial Art in Philadelphia belegt hatte, besuchte sie die Philadelphia School of Design for Women (das heutige Moore College of Art and Design). 

Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem kubanischen Künstler Carlos Enríquez Gómez (1900–1957) bereiste sie 1926 Kuba und zog im darauffolgenden Jahr nach New York. Nachdem sie 1938 nach Spanish Harlem gezogen war, malte sie erste prägnante Porträts von ihren Familienangehörigen und Freunden, von ihren puerto-ricanischen Nachbarn und von Menschen, die sie auf der Straße kennengelernt hatte. 

Während die abstrakte Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr Aufwind bekam, hielt Neel an ihrer darstellenden Arbeitsweise fest. In den 1960er-Jahren zog sie an die Upper West Side, verkehrte dort in Künstlerkreisen und porträtierte bedeutende Künstler, Kuratoren und Galeristen, wie etwa den Dichter und Schriftsteller Frank O’Hara (1926–1966), den Pop-Art-Künstler Andy Warhol (1928–1997) und den Land-Art-Künstler Robert Smithson (1938–1973). 1974 wurde Neel mit einer großen Retrospektive im Whitney Museum of American Art in New York geehrt.

Werke von Alice Neel in der Ausstellung