Alexander Boghossian

  • Geboren 1937 in Addis Abeba, Äthiopien
  • Gestorben 2003 in Washington, D.C., Vereinigte Staaten

Der armenisch-äthiopische Künstler Alexander Boghossian (alias Skunder) nahm zunächst inoffiziell in Äthiopien Kunstunterricht, ehe er 1955 mit einem Regierungsstipendium nach Europa ging und in London zwei Jahre lang die St Martin’s School, die Central School und die Slade School of Fine Art besuchte.

Anschließend verbrachte er neun Jahre in Paris, wo er an der Académie de la Grande Chaumière studierte und lehrte. Zwischen 1966 und 1969 lebte er wieder in Äthiopien, 1970 emigrierte er dann in die Vereinigten Staaten, wo er von 1972 bis 2001 einen Lehrauftrag an der historisch-afroamerikanischen Howard University innehatte. Boghossian engagierte sich in der Négritude-Bewegung (einer Strömung des Panafrikanismus) und bearbeitete in Europa eher ungebräuchliche Bildträger wie Rinde und Tierhäute mit gleichwohl europäischen Techniken.

Seine farbenfrohen Gemälde sind vom Surrealismus, der koptischen und der westafrikanischen Kunst beeinflusst. Er schuf prismenförmige abstrakte Farbkompositionen und traumartige Welten, die oft von mythischen Kreaturen bevölkert sind. Boghossian ist der erste afrikanische Künstler unserer Zeit, dessen Werke vom Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (1963) und vom Museum of Modern Art in New York (1965) angekauft wurden.

Werke von Alexander Boghossian in der Ausstellung