Aleksandar Srnec

  • Geboren 1924 in Zagreb, Königreich Jugoslawien
  • Gestorben 2010 in Zagreb, Kroatien

Aleksandar Srnec bediente sich zahlreicher Ausdrucksformen, darunter Malerei und kinetische Skulptur. Er studierte von 1943 bis 1949 an der Kunsthochschule der Universität Zagreb. Nach seinem Abschluss entwarf und kuratierte er zusammen mit dem Architekten Vjenceslav Richter (1917–2002) und dem Künstler Ivan Picelj (1924–2011) Ausstellungen zeitgenössischer jugoslawischer Kunst. 

1951 gründeten die drei gemeinsam mit anderen Architekten und dem Maler und Filmemacher Vladimir Kristl (1923–2004) das „Experimentelle Atelier“ EXAT 51. In ihrem Manifest griffen sie den Sozialistischen Realismus, wie er von den Kommunisten propagiert wurde, scharf an und traten für abstrakte Kunst als Mittel für soziale Veränderungen ein. 

EXAT 51 setzte sich zum Ziel, Kunst, Architektur und Design zu verbinden, um auf diese Weise das Alltagsleben zu verbessern. Aus EXAT 51 ging die avantgardistische Gruppe Neue Tendenzen hervor, die sich auf kinetische Kunst und Op-Art konzentrierte. 

In den 1950er-Jahren begann Srnec, kinetische Skulpturen zu schaffen, und integrierte später, in den 1960er- und 1970er-Jahren, Licht und auf Hochglanz poliertes Metall in seine Arbeiten. 1999 erhielt er den Vladimir Nazor-Preis für sein Lebenswerk und 2008 eine Ehrung des kroatischen Künstlerverbandes. 2010 zeigte das Museum für zeitgenössische Kunst in Zagreb eine Retrospektive seines Werks.

Werke von Aleksandar Srnec in der Ausstellung