Alberto Giacometti

  • Geboren 1901 in Borgonovo, Schweiz
  • Gestorben 1966 in Chur, Schweiz

Seine Ausbildung begann Alberto Giacometti 1919 an der École des Beaux-Arts und der École des arts industriels in Genf. Anfang der 1920er-Jahre bereiste er Italien und zog anschließend nach Paris, wo er ab 1922 an der Académie de la Grande Chaumière Bildhauerei studierte. 1926 bezog er sein erstes Atelier in Paris und beschäftigte sich eingehend mit der traditionellen Kunst Afrikas und Ozeaniens. In den 1930er- Jahren schloss sich Giacometti der surrealistischen Bewegung an und schuf seinen Zyklus Objekte – taktile Plastiken voller Energie und Symbolik. Giacomettis anhaltende Auseinandersetzung mit der menschlichen Gestalt führte 1935 schließlich zum Bruch mit den Surrealisten. Ende der 1940er-Jahre erreichte er seinen reifen, sehr persönlichen Stil: schlanke, langgestreckte Figuren, die in scheinbar banalen aufrechten Haltungen dargestellt sind (stehend, gehend, sitzend). In diesen Plastiken brachte er seine eigene Sichtweise räumlicher Verhältnisse zum Ausdruck, indem er die Figuren vom Raum des Betrachters mittels eines Podests oder Käfigs isolierte. Giacometti zählt zu den bekanntesten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk wurde in unzähligen Ausstellungen präsentiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Großen Preis für Skulptur der Biennale in Venedig (1962) und dem Guggenheim International Award for Painting (1964).