Alberto Burri

  • Geboren 1915 in Città di Castello, Italien (damals Königreich Italien)
  • Gestorben 1995 in Nizza, Frankreich

Alberto Burri war ausgebildeter Arzt und begann zu malen, als er im Zweiten Weltkrieg im texanischen Hereford als Kriegsgefangener interniert war. 1946 wurde er entlassen und kehrte nach Rom zurück, hängte seinen Brotberuf an den Nagel und richtete sich ein Atelier ein.

Bei seiner ersten Einzelausstellung in der Galleria La Margherita in Rom 1947 zeigte er Landschaftsgemälde und Stillleben. Kurz darauf fuhr er nach Paris, ließ sich von den Werken Joan Mirós (1893–1983) und Jean Dubuffets (1901–1985) inspirieren und begann Anfang der 1950er-Jahre mit ungewöhnlichen Pigmenten und Harzen zu experimentieren. In seinen skulpturalen Bildern und Assemblagen wie z.B. den Gobbi (Buckligen) verschwimmen die Grenzen zwischen Malerei und Reliefskulptur.

Burri verwendete meist Materialien, die er mit seiner Zeit im Lager assoziierte, wie z.B. Sackleinen, Holz, Teer und Blech. Seine bekannteste Serie sind die Sacchi (Säcke) – zerschnittene, zerrissene und zusammengenähte Sackleinenstücke in monochromen Farben.

1957 widmete das Carnegie Museum of Art in Pittsburgh Burri eine Retrospektive. 1959 erhielt er auf der Biennale von São Paulo den UNESCO-Preis, und 1960 wurde auf der Biennale von Venedig, wo er einen ganzen Saal für sich hatte, mit dem Kunstkritikerpreis (Associazione internazionale dei critici d’arte) ausgezeichnet.

Werke von Alberto Burri in der Ausstellung