Ahmed Shibrain

  • Geboren 1931 in Barbar, Sudan

Ahmed Shibrain ist ein sudanesischer Maler und Hochschullehrer. Er studierte an der Fakultät für Kunst und Kunsthandwerk am Karthoum Technical Institute (KTI), das für die regionale zeitgenössische afrikanische Kunst von zentraler Bedeutung war. Außerdem besuchte er die Central School of Art and Design in London. 

Zusammen mit Kamala Ishag (* 1939) und Ibrahim El Salahi (* 1930) gründete er die einflussreiche Karthoum School, die sich 1975 wieder auflöste. Die Mitglieder kombinierten eine urtümliche islamische Bildsprache mit abstrahierter arabischer Kalligrafie. 

Nachdem der Sudan 1956 seine Unabhängigkeit ausgerufen hatte, versuchte Shibrain, so eine moderne sudanesische Identität zu definieren – als eine Mischung aus arabischer, afrikanischer und islamischer Kultur. 1975 wurde er Dekan des zwischenzeitlich in College of Fine and Applied Arts umbenannten Fachbereichs der Universität Sudan. 

Er spielt für die zeitgenössische Kunst Schwarzafrikas bis heute eine große Rolle. Shibrain war Beauftragter des sudanesischen Jugendministeriums und Kultursekretär im Ministerium für Kultur. 

1967 stellte er auf der Biennale von São Paulo aus; 1974 war er in der Ausstellung Contemporary African Art im Museum of African Art in Washington, D. C, vertreten.

Werke von Ahmed Shibrain in der Ausstellung