Ahmed Cherkaoui

  • Geboren 1934 in Boujad Marokko
  • Gestorben 1967 in Casablanca, Marokko

Ahmed Cherkaoui nahm Unterricht bei einem Kalligrafen in Casablanca, ehe er 1956, kurz nach der Unabhängigkeit Marokkos, nach Paris zog. Dort studierte er bis 1959 an der École des Métiers d’Art und anschließend an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts. 1961 ging er für ein Jahr an die Warschauer Kunstakademie, wo er mit Sackleinen (Collagen) und Multimediatechniken zu experimentieren begann.

Er kehrte nach Marokko und noch im selben Jahr nach Frankreich zurück und interessierte sich zunehmend für die marokkanische Volkskunst (islamische Kalligrafie, Symbolik, Keramik, Tätowier- und Goldschmiedekunst der Berber). Zugleich unterlag seine Arbeit immer stärkeren Einflüssen aus Europa (Roger Bissière [1886–1964], Paul Klee [1879–1940], Surrealismus).

Anfang der 1960er-Jahre gab Cherkaoui die figurative Malerei auf und entwickelte seinen charakteristischen Stil, indem er große Leinwände, deren Oberfläche er stark texturierte, mit abstrakten, aber symbolträchtigen Formen in leuchtenden Farben bemalte. Er pendelte oft zwischen Europa und Nordafrika hin und her und nahm an zahlreichen Ausstellungen teil, 1962 z.B. am Salon de Mai und 1963 an der Schau 20 Peintres étrangers im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris. Nach seinem Tod im Jahr 1967 wurde auf der Pariser Biennale und im Salon d’art sacré im Musée d’Art Moderne eine Hommage à Cherkaoui gezeigt.

Werke von Ahmed Cherkaoui in der Ausstellung