A. R. Penck

  • Geboren 1939 in Dresden, Deutsches Reich

A. R. Pencks schematische und dennoch komplexe Bildwelt wurde von seinem Interesse an Mathematik, Kybernetik und Informationstheorie beeinflusst. Mithilfe archaischer Zeichen und Symbole erreicht er ein universelles Verständnis seiner Bilder und vermittelt politische Relevanz.

Seine kurze künstlerische Ausbildung umfasste einige Abendkurse an der Kunsthochschule Dresden (1953/54) und eine Ausbildung als Zeichner, die er 1955 begann. Trotz der wiederholten Ablehnung seiner Aufnahmegesuche an den Kunstakademien in Dresden und Ost-Berlin Mitte der 1950er-Jahre verfolgte Penck konsequent eine Künstlerkarriere und suchte nach Mitteln künstlerischen Ausdrucks jenseits traditioneller Stile.

1961 schuf er seine ersten System- und Weltbilder, deren visuelle Sprache Figuration und Abstraktion verband. Aus den hoch abstrakten, zweidimensionalen Strichmännchen in Pencks Bildwelt entwickelte er seine Standartbilder, eine stark vereinfachte Bildsprache, die zu seinem Kennzeichen wurde. 

1970/71 schloss sich Penck der Künstlergruppe Lücke an, ab 1977 entstanden erste Figuren und Zeichen als Holzskulpturen. 1980 wurde Penck, dessen einzelgängerischer Ansatz den ostdeutschen Behörden stets als suspekt galt – nach Westdeutschland ausgebürgert, wo er 1988 an der Kunstakademie Düsseldorf eine Professur für Malerei erhielt. Penck nahm 1984 an der Biennale von Venedig und ab 1972 an der documenta in Kassel teil.