Öyvind Fahlström

  • Geboren 1928 in São Paulo, Brasilien
  • Gestorben 1976 in Stockholm, Schweden

Die Pop-Art, die Massenmedien und die Subkultur waren die prägenden Elemente im Œuvre von Öyvind Fahlström. Seine Eltern schickten den Künstler 1939 mit Verwandten nach Schweden, wo er die Kriegsjahre verbrachte. 1948 erhielt er die schwedische Staatsbürgerschaft und begann ein Studium der Kunstgeschichte und der klassischen Altertumswissenschaften an der Universität in Stockholm.

In den 1950er- und 1960er-Jahren verdiente sich Fahlström seinen Lebensunterhalt als Journalist, Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker. 1953 präsentierte er in einer Einzelausstellung in der Galerie Numero in Florenz seine Zeichnung Opera, 1954 erschien sein Manifesto for Concrete Poetry. Er studierte als Stipendiat in Italien (1958) und Frankreich (1960) und ging 1961, ausgestattet mit einem Stipendium der Sweden-America Foundation, nach New York, wo er das ehemalige, unmittelbar neben dem Studio von Jasper Johns gelegene Atelier von Robert Rauschenberg anmietete.

Als einer der Ersten unternahm Fahlström den Versuch, mithilfe von Magneten variable und damit interaktive Kunstwerke zu schaffen. Er beschäftigte sich mit den Mechanismen der Wirtschaft und der Politik, was auch die Frage der Informations- und Datenmanipulation mit einschloss. In seine Kunst bezog er auch Elemente der Pop-Art und Comics mit ein und produzierte neben visuellen, dramatischen und literarischen Werken auch Filme und Hörspiele. Mit der Installation Dr. Schweitzer’s Last Mission vertrat Fahlström Schweden 1966 auf der 33. Biennale von Venedig.